Personal Blog - From grapes to glow up diaries

Ein langes Leben bekommt erst dort Bedeutung, wo es Beziehungen gibt, die dieses Leben tragen.

Gerade scheint jeder länger leben zu wollen.

Longevity überall. Antioxidanzien Supplements, Oura Ring am manikürten Finger, nackt in ne -70 Grad kalte Kammer zu stehen, der nächste Podcast über Zellalterung auf dem Weg in’s Office. Wir versuchen, unseren Körper möglichst lange leistungsfähig zu halten und behandeln jedes zusätzliche Jahr wie einen Gewinn.

Ich sag dir, was ich sehe:

Menschen wie du optimieren ihre Langlebigkeit wie verrückt. 
Aber gleichzeitig sabotieren sie die einzige Sache, die wirklich macht, dass ein langes Leben lebenswert ist: Menschen, die dich sehen. 

Mit denen du eine echte Connection hast. Denen du vertraust.

Du kannst 120 Jahre alt werden aber was bringt’s dir, wenn dich keiner besucht, wenn deine Beziehungen unzuverlässig sind, wenn du niemandem deine echten Gedanken sagen kannst?

Wenn du im Café mit deinem Freund sitzt, jeder am Handy, statt euch anzuschauen? Du 15 Spaß Freundinnen hast aber bei keiner würdest du anrufen, und sagen: „Mir geht's echt nicht gut."

Ein langes Leben verstärkt genau das Leben, das wir gerade führen.

Wenn unser Alltag voller Selbstzweifel, Anpassung, Grübeln und emotionaler Einsamkeit ist, dann bedeutet mehr Lebenszeit vor allem eines: mehr Zeit in genau diesem Zustand.

Ein erfülltes, langes Leben hängt deshalb weniger davon ab, wie on point unsere Proteinzufuhr ist. Es hängt davon ab, wie wir leben, wie wir fühlen, wie wir mit uns selbst sprechen und in welchen Beziehungen wir uns bewegen.

Ein Abend mit Menschen, bei denen man wirklich man selbst sein kann, verändert den ganzen Körper. Ein Gespräch, in dem man sich verstanden fühlt, beruhigt das Nervensystem schneller als jede Atemübung. 

Ein Alltag, in dem man nicht ständig versucht, Erwartungen zu erfüllen, fühlt sich plötzlich viel leichter an.

Denn (gefühlte oder wahrhaftige) Einsamkeit ist Gift - schlimmer als Zucker oder Gluten. Toxische Beziehungen und negative Gedanken, Neid, Groll und Schuld sind Gift - schlimmer als eine ausgesetzte Sport Routine.

Wenn du selbstsabotierende oder abwertende Glaubenssätze hast, wirst du dich schwach fühlen, obwohl dein Blutbild auf dem Papier alles im Normalbereich ist.

Also frag dich ganz konkret:
Wofür und mit wem will ich alt werden? 
Und an welchen inneren Programmierungen und Mustern halte ich gerade noch fest, die genau das sabotieren?

Weil da liegt deine echte Arbeit. Nicht beim Granatapfel entkernen (Endgegner für jede weiße Wand)

Im Coaching mit mir wirst du lernen:
1. Dich in Beziehungen wirklich zu zeigen
2. Nein zu sagen, wenn eine Beziehung dir schadet und Ja zu sagen zu Menschen, die mit dir wachsen wollen
4. mit dir in einer unerschütterlichen Beziehung zu sein

Schreib mir gerne oder buch dir einen kostenlosen Call über den Link in den Kommentaren, wenn du Beziehungen möchtest, die dein Leben lebenswert machen.

Lots of Love, 
deine Isabella

Männer retten wollen 

warum du das tust und wie du damit aufhörst

Du siehst sein Potenzial. Jeder andere sieht nur seine Probleme. Aber du weißt, dass er Potenzial hat.

Er hat Durchhänger. Er ist ein bisschen selbstzerstörerisch. Vielleicht trinkt er bisschen zu exzessiv oder ist emotional nicht verfügbar. Aber wenn er die richtige Person hätte – nämlich dich – würde sich alles ändern.

Du investierst deine Energie. Du fragst nicht nach deinen Bedürfnissen mehr, weil du zu sehr damit beschäftigt bist, seine zu erfüllen. Du ignorierst red flags, weil du glaubst, dass ihr füreinander bestimmt seid.

Du machst dich vielleicht auch noch klein, damit er sich groß fühlt.

Und am Ende: Er ändert er sich nicht. Er bedankt sich nicht. Er wählt dich nicht zurück.

Das ist das Männer-retten-Muster. Und es hat nichts mit Liebe zu tun.

Hier ist, warum du das tust:

Solange du auf einen Mann mit Problemen fixiert bist, brauchst du dich selbst nicht anzuschauen. Solange du dich um sein Drama kümmern kannst, musst du deine eigenen Gefühle nicht fühlen. Deine Einsamkeit, deine Unsicherheit, deine Verzweiflung – all das verschwindet hinter der Aufgabe, ihn zu retten.

Das ist eine unbewusste Strategie. Dein Nervensystem macht das, weil Beschäftigung weniger weh tut als Leere.

Wenn du aus diesem Muster rauswillst, musst du akzeptieren:

Du kannst ihn nicht retten.

Er kann sich nur selbst retten. Und zwar auch nur, wenn er das will.

Jede Minute, die du in jemanden investierst, der sich selbst nicht retten will, ist eine Minute, die du nicht in dich selbst investierst.

Du hast eine bestimmte Anzahl von Stunden am Tag. Wenn die ganz bei ihm ist, ist sie nicht bei dir.

Das zweite, das du akzeptieren musst:

Wenn du für ihn kämpfst, kämpfst du gegen dich selbst.

Ein Mensch, der sich von dir retten lassen könnte, ist ein Mensch, der dann immer in einer Schieflage zu dir steht. Er sieht die Funktion, die du erfüllst. Er sieht nicht dich.

Wenn du damit aufhören willst, musst du es so sehen:

Jedes Mal, wenn du dich klein machst, um ihn groß zu machen, teilst du ihm mit: "Deine Bedürfnisse zählen mehr als meine. Mein Wert ist darin, dir zu helfen."

Das wird zu deinem neurologischen Muster. Nach einer Weile glaubst du das auch von dir selbst.

Das brechen ist huuuuge. Weil die Angst, die dabei auftaucht, ist: Wenn ich ihn nicht rette, bin ich allein. Wenn ich mich um mich selbst kümmere, wähle ich Einsamkeit.

Das ist eine Lüge, die tief in dir sitzt. Und sie stammt meist von früher. Von jemandem, dessen Bedürfnisse bei dir lagen. Von einem Elternteil oder einem jüngeren Geschwister, das du versucht hast zu retten. Und jetzt wiederholst du das Muster.

Wenn du damit aufhörst, kann das heißen: Dieser Mann bleibt nicht bei dir oder du verlässt ihn. Das ist okay. Das war nicht deine Person. Das war eine Bindung, die auf Aufopferung basiert.

Die richtige Person wird bei dir bleiben, auch wenn du Grenzen hast. Gerade weil du Grenzen hast.

Im Coaching arbeiten wir an diesen frühkindlichen Mustern. Buch dir einfach ein kostenloses Erstgespräch und ich gebe dir ein paar erste Impulse.

So erkennst du, ob er emotional verfügbar ist – bevor du deine Zeit verschwendest

Das erste Date ist mega. Er ist witzig, attraktiv, aufmerksam. Er schreibt dir am nächsten Morgen. Alles deutet darauf hin, dass das was werden könnte.

Und dann passiert das: Er wird unsichtbar. Und du verbringst die nächsten Tage damit, zu grübeln, was du falsch gemacht hast.

Gar nichts. Vielleicht hast du es mit einem emotional unreifen aber super cuten Typen zu tun.

Emotionale Verfügbarkeit bedeutet: Dieser Mensch kann mit seinen eigenen Gefühlen umgehen, deshalb kann er bei deinen bleiben.

Das sieht konkret so aus:

Er spricht über seine Gefühle. Weil er nicht vor ihnen weglaufen muss. Wenn ihn etwas beschäftigt, sagt er das. Er nimmt dich nicht mit auf seine emotionale Achterbahn, aber er tut auch nicht so, als wäre alles super, wenn es das nicht ist.

Er fragt dich nach deinen Bedürfnissen. Und er hört zu, wenn du antwortest. Nicht als Checkliste ("Ah, okay, das ist also wichtig"), sondern als echte Neugier. "Was brauchst du von mir gerade?"

Wenn es Konflikt gibt, bleibt er. Er wird nicht kalt. Er wird nicht passiv-aggressiv. Er läuft nicht weg. Er ist bereit zu sagen: "Das war kacke, aber ich bin hier."

Er ist konsistent. Nicht 100% Disney Prinz, aber vorhersehbar. Du weißt, was du von ihm erwarten kannst.

Er kann deine Grenzen respektieren. Wenn du "nein" sagst, wird er nicht wütend oder verletzt. Er denkt nicht, dass es eine persönliche Ablehnung ist.

Er genießt Nähe, bleibt aber auch autonom. Der Unterschied ist: Der eine braucht dich, um sich gut zu fühlen (lovebombing und dann die Biege machen). Der andere wählt dich, weil du dich gut anfühlst.

Das klingt vielleicht selbstverständlich. Aber wenn du mit emotional unverfügbaren Menschen aufgewachsen bist, ist das das genaue Gegenteil von normal für dich.

Letzter Tipp:

Beobachte nicht nur, wie viel Aufmerksamkeit er dir gibt. Beobachte, wie er mit sich selbst umgeht, wenn du nicht da bist.

Essstörung verstehen: Das, was dein Körper versucht dir zu sagen

Das Wort "Essstörung" ist irreführend. Es klingt, als würde dein Körper verrückt spielen. Als wäre etwas mit deinen Essgewohnheiten nicht in Ordnung.

Aber das ist es nicht.

Eine Essstörung ist ein Symptom dafür, dass dein psychisches System überfordert ist. Dein Körper versucht, dir das einzige zu tun zu geben, das er kontrollieren kann, wenn alles andere außer Kontrolle gerät: Kontrolle über Nahrung.

Wenn du nach Jahren von elterlicher Kontrolle endlich "Freiheit" hast, dich aber innerlich vollständig verloren fühlst. Wenn dein Körper sich fremd anfühlt, weil jemand ihn anfasst, der das nicht dürfte. Wenn du keine Stimme hast und das einzige ist, das du kontrollieren kannst, was in deinen Körper geht.

Das ist keine psychische Erkrankung im klassischen Sinne. Das ist dein Körper, der dir hilft zu überleben.

Der Körper wird zum letzten Ort, an dem nur DU das Sagen hast. Es ist paradox: Durch das Nicht-Essen bekommst du ein Gefühl von Macht, während dein Körper gleichzeitig an Macht verliert.

Binge Eating ist Überfluss als Versuch, das innere Loch zu füllen. Wenn du dich leer fühlst, wenn Beziehungen dir nicht geben, was du brauchst, wird der der Süßi-Schrank zum Lückenfüller.

Wenn ich mit Klientinnen mit Essstörungen arbeite, arbeite ich nicht an ihren Essgewohnheiten. Ich arbeite an dem, was darunter liegt. Es geht nicht um Essen. Es geht um Gefühle, die nicht gehalten wurden.

Wann hast du dich zum ersten Mal nicht sicher gefühlt in deinem Körper?

Wann hast du gelernt, dass deine Grenzen nicht zählen?

Wann hast du angefangen zu glauben, dass du zu viel bist?

Das ist, wo die Heilung beginnt. Nicht mit weniger Kalorien. Mit Verständnis dafür, warum dein System so agiert.

Der Körper hat eine unglaubliche Intelligenz. Deine Essstörung ist kein Fehler. Sie ist ein verzweifelter Versuch, dir selbst zu sagen: "Hier ist etwas, das ich brauche."

Die Frage ist nur: Bist du bereit zuzuhören?

Emotionales Essen

 Warum Willenskraft hier nicht hilft

Freitag, 19 Uhr. Du sitzt auf der Couch mit deinem Laptop. Ein langer Tag liegt hinter dir. Pläne gecancelled, du fühlst dich alleine und irgendwie fühlt sich alles zu viel an.

Plötzlich merkst du, dass du aufgestanden bist und dich in der Küche befindest.

20 Minuten später sitzt du mit einer ganzen Packung Gummibärchen zurück auf der Couch. Nicht, weil du hungrig bist. Sondern weil du einfach... nicht mehr fühlen wolltest.

Das Schlimme daran ist nicht das Essen. Es ist, dass du dich danach noch schlimmer fühlst. Selbsthass, Schuldgefühle, die Spirale beginnt von vorne.

Und du fragst dich: Warum kann ich das nicht lassen?

Ich sag dir warum: Emotionales Essen ist nicht das Gegenteil von Disziplin. Es ist das Gegenteil von Nähe.

Wenn du emotional isst, versuchst du dich selbst zu halten, auf die einzige Weise, die du gelernt hast. Es ist ein uraltes Muster.

Und es macht Sinn:

Essen wirkt regulierend auf dein Nervensystem. Zucker und Fett beruhigen die Amygdala – dein Angstzentrum. Sie drosseln temporär die Überreizung herunter.

Es ist keine Disziplinlosigkeit. Es ist eine hochintelligente Überlebensstrategie.

Das Problem: Es funktioniert nur fünf Minuten lang.

Danach sitzt du da, dein Körper fühlt sich fremd an, dein Kopf macht dir Vorwürfe, und das ursprüngliche Gefühl – Einsamkeit, Angst, Überforderung – sitzt immer noch da.

Nur jetzt mit einer neuen Schicht Scham obendrauf.

Wenn du wirklich mit emotionalem Essen aufhören willst, musst du eine andere Frage stellen:

Nicht: "Wie kriege ich mich zusammen?"

Sondern: "Was braucht dieser Teil von mir gerade wirklich?"

Brauchst du Ruhe? Tatsächliche Nähe zu jemandem? Ein Gefühl von Kontrolle?

Die Antwort liegt nicht in weniger essen. Sie liegt darin, dich selbst anders zu halten.

Schreib mir eine Mail an mail@isabellabuehler.de, um mein EFT Tapping Protokoll zu bekommen, mit dem ich mein emotionales Essen minimieren konnte.

Warum du nicht abnimmst, obwohl du wenig isst

Du machst alles "richtig". Deine Kalorien sind im Defizit. Du trainierst drei, vier Mal die Woche. Und trotzdem passiert nichts. Oder schlimmer: Du wiegst dich morgens und alles, was sich bewegt hat, sind zwei Dezis nach oben.

Das ist nicht deine Schuld. Und es ist auch nicht dein Körper, der gegen dich arbeitet.

Es ist dein Nervensystem, das dich schützt.

Wenn du über längere Zeit wenig isst, registriert dein Körper das als Überlebenssituation. Dein System denkt nicht: "Ah, die macht eine intelligente Diät." Es denkt: "Hunger. Gefahr. Speichern."

Dein Stoffwechsel fährt runter. Cortisol steigt. Und dein Körper klammert sich an jedes Gramm, als wäre es der letzte Vorrat in einer Hungersnot.

Das nennt sich Adaptive Thermogenesis. Dein Körper wird effizienter – aber nicht in die Richtung, die du dir wünschst.

Hinzu kommt: Wenn du deinem Körper über lange Zeit zu wenig gibst, aktivierst du unbewusst alte Überlebensmuster. Vielleicht hast du als Kind gelernt, dass Nahrung begrenzt war. Dass du schnell essen musst, bevor es weg ist. Dass Mangel normal ist.

Diese Muster sitzen tiefer als dein bewusster Wille, abzunehmen.

Dein Körper vertraut nicht darauf, dass es genug gibt. Also speichert er.

Was du vielleicht nicht weißt: Der Schlüssel liegt nicht in weniger Kalorien, sondern in Sicherheit im Nervensystem.

Wenn dein Körper spürt, dass du ihn nicht bestrafst, dass Essen sicher ist, dass es genug gibt – erst dann entspannt sich dein Stoffwechsel wirklich.

Viele Frauen, die ich coache, essen am Ende mehr, wenn wir an ihrer inneren Sicherheit arbeiten. Und nehmen trotzdem ab. Weil der Körper endlich aufhört, in Notfallmodus zu gehen.

Das bedeutet nicht, dass du jede Nacht Pizza essen kannst und magisch abnimmst. Es bedeutet, dass du mit deinem Körper arbeitest, nicht gegen ihn.

Es bedeutet auch: Eine echte Veränderung braucht Ruhe. Ausreichend Schlaf. Weniger Cortisol. Vertrauen, dass dein Körper das schafft.

Die Frauen, die langfristig abnehmen und das Gewicht halten, sind nicht die, die am stärksten durchhalten. Sie sind die, die aufgehört haben, gegen ihren Körper zu kämpfen.

Die Krankenkasse zahlt nicht für dein Wachstum

"Coaching ist mir zu teuer. Wenn die Krankenkasse es nicht zahlt, kann es nicht so wichtig sein."

Ich versteh dich.

Warum sollst du aus eigener Tasche zahlen, wenn die Krankenkasse Therapie übernimmt?

Hier ist, warum das ein Trugschluss ist:

Die Krankenkasse zahlt für Heilung.

Für Behandlung von Störungen.

Sie zahlt nicht für persönliche Weiterentwicklung.

Nicht für bessere Beziehungen.

Nicht für mehr Selbstvertrauen oder weniger Overthinking.

Sie zahlt dafür, dass du "funktionierst".

Nicht dafür, dass du aufblühst.

Wenn du in die Therapie gehst, wirst du Patient.

Das bedeutet: Dir wird gesagt, dass etwas mit dir nicht stimmt.

Du gibst die Verantwortung ab. An die Kasse. An den Therapeuten.

Du sitzt oder liegst. Wöchentlich. Über Monate. Oft Jahre.

Und am Ende? Verstehst du vielleicht, warum du so bist.

Aber du weißt immer noch nicht, wie du anders sein kannst.

Coaching ist anders.

Du zahlst selbst. Ja.

Aber genau das macht dich zur Gestalterin, nicht zur Patientin.

Du investierst in dich. Nicht in eine Diagnose.

Du arbeitest zielorientiert. Zeitlich begrenzt. Mit konkreten Ergebnissen.

Und du lernst, aus deinem Körper heraus neue Muster aufzubauen.

Nicht durch endloses Reden über das Problem.

Sondern durch Bewegung. Durch neue Erfahrungen im Nervensystem.

Ja, Coaching kostet Geld.

Aber weißt du, was noch mehr kostet?

Weitere Jahre in den gleichen Mustern zu verbringen.

Weitere Beziehungen zu sabotieren.

Weiter zu zweifeln, ob du jemals aus diesem Kreislauf rauskommst.

Die Frage ist nicht: Kann ich mir Coaching leisten?

Die Frage ist: Kann ich es mir leisten, weiterzumachen wie bisher?

Wenn du bereit bist, in dich zu investieren statt in eine Diagnose: Schreib mir VIBE CHECK.

Ich schick dir eine Sprachnachricht und wir schauen, ob Coaching für dich der richtige Schritt ist.

Warum du dich in Beziehungen unsicher fühlst

Emotional unreife Eltern prägen mehr als du denkst

Viele end 20s /30s fühlen sich emotional selbstständig, erfolgreich und reflektiert. Aber innerlich läuft etwas anderes:

Unsicherheit, People Pleasing, ständige Selbstkritik.

Ein Gefühl, nicht wirklich gesehen zu werden.

 

Bei meiner Klientin Julia (Name geändert) und vielen anderen beginnt das oft früher.

In Familien, in denen Eltern zwar präsent waren, aber emotional nicht verfügbar.

 

Emotional unreife Eltern können Nähe nicht halten.

Sie reagieren mit Abwehr, Rückzug oder Gereiztheit, wenn Gefühle im Raum stehen.

Für ein Kind bedeutet das:

Gefühle machen Probleme. Also lieber anpassen.

 

Aus Sicht der Polyvagal-Theorie entsteht dabei ein Nervensystem, das Nähe mit Stress verwechselt. Der Körper lernt, in Beziehungen in Alarmbereitschaft zu gehen, obwohl du dir eigentlich Verbindung wünschst.

 

Es zeigt sich dann so:

Du nimmst Dinge schnell persönlich.

Du fühlst dich ausgeschlossen, obwohl objektiv nichts passiert ist. Haben die Mädels grade über dich geredet, als du nicht im Raum warst? Liest du zwischen den Zeilen manchmal Seitenhiebe gegen dich? 

Du sagst Ja, um Konflikte zu vermeiden. Obwohl du eigentlich schon immer mal nach Indien wolltest, gehst du doch wieder mit zum Partyurlaub nach Ibiza.

Du willst Liebe, bleibst aber auf Distanz. Du redest dir ein, du bist bereit für eine Beziehung aber wenn's drum geht, deine Bedürfnisse zu kommunizieren, machst du auf independent und unkompliziert.

 

Das ist kein persönliches Versagen.

Das ist Biologie.

 

Die Tatsache, dass du heute zweifelst, reflektierst und deine Muster hinterfragst, ist keine Schwäche. Es ist der Moment, in dem dein Nervensystem nicht mehr im Autopilot funktioniert. Ein Umschalten beginnt.

 

Heilung bedeutet nicht, Schuld zu verteilen.

Es bedeutet, die Vergangenheit realistisch zu sehen, damit dein Körper lernen kann, sich heute sicher zu fühlen.

 

Wenn du erkennst, woher deine Muster kommen, entsteht Wahlfreiheit.

Und genau dort beginnt echte Veränderung.

 

Wenn du lernen willst, dein Gewohnheitssystem zu durchbrechen und zu deiner inneren Stabilität zurückzufinden, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den nächsten Schritt zu gehen.

Das Ding mit Affirmationen ist...

sie verschwenden dein Zeit, wenn du das hier nicht weißt: 

Anfangs reagiert dein System auf eine neue Affirmation wie auf eine fremde Frequenz:

Sie passt nicht zu den gespeicherten neuronalen Mustern (Erfahrungen, Körpererinnerungen, inneren Bildern).

Das Unterbewusstsein registriert: „Das fühlt sich nicht wahr an.“

Trotzdem:

Wenn du die Affirmation regelmäßig wiederholst, passiert Folgendes auf neurobiologischer Ebene:

a) Wiederholung erzeugt Synapsenstabilität

  • Jeder Gedanke ist ein neuronales Feuermuster.
  • Wiederholung stärkt die synaptische Leitfähigkeit – ähnlich wie eine Trampelpfad-Metapher: je öfter du ihn gehst, desto stabiler wird der Weg.
  • Das nennt man Langzeitpotenzierung (LTP).

b) Emotionale Kongruenz entsteht nachträglich

  • Anfangs ist der Satz kognitiv, nicht emotional integriert.
  • Durch Wiederholung + Körperarbeit (Atmung, Präsenz, Embodiment) entsteht Gefühlskongruenz.
  • Der Körper lernt, dass die neue Realität sicher ist.

c) Der präfrontale Kortex „überstimmt“ das limbische System sanft

  • Anfangs blockt das limbische System (Angstzentrum, Amygdala): „Das passt nicht zu meiner bisherigen Erfahrung Gefahr.“
  • Durch Wiederholung sinkt die Aktivierung, das limbische System wird desensibilisiert.
  • Irgendwann sagt das Nervensystem: „Okay, vielleicht ist es sicher, an mich zu glauben.“

1. Warum Affirmationen deine Lebenszeit seehr beantspruchen:

Affirmationen sind zunächst efferente Signale:

Ein Gedanke oder Satz, der vom Gehirn zum Körper gesendet wird.

Das Gehirn versucht also, dem Körper eine neue Bedeutung zu geben:

„Ich bin sicher. Ich bin wertvoll. Ich kann vertrauen.“

Problem:

Wenn das Nervensystem in Alarm ist, sagt der Körper gleichzeitig:

„Nein, das stimmt nicht. Ich bin angespannt, ich fühle mich nicht sicher.“

→ Das Gehirn stößt auf Widerstand, weil 80 % der Kommunikation von unten nach oben läuft.

→ Das System glaubt eher den Körper als den Gedanken.

Darum wirken Affirmationen allein oft mental, aber nicht somatisch integriert.

 

2. Was du tun kannst, damit Affirmationen anfangen zu wirken

Affirmationen werden wirksam, wenn sie durch Wiederholung + Körpererfahrung eine afferente Rückmeldung erzeugen, die zum Satz passt.

Beispiel:

Du sagst: „Ich bin sicher.“

→ Anfangs kognitiv (efferent).

→ Wenn du gleichzeitig langsamer atmest, die Schultern weich werden, der Puls sinkt,

dann sendet dein Körper afferente Signale zurück:

„Ja, ich spüre Sicherheit.“

Jetzt entsteht ein Resonanzkreislauf: efferent + afferent stimmen überein.

Das Gehirn lernt: Diese neue Realität ist kohärent.

Das nennt man embodied cognition – Gedanken, die sich im Körper verankern.

 

3. Wie du Affirmationen neurobiologisch schneller wirksam machst

a) Verknüpfe sie mit sensorischem Input

  • Sag die Affirmation nach einer Regulation (z. B. nach Atmung, Kälte, Bewegung, Körperkontakt).
  • So trifft sie auf ein offenes Nervensystem das erleichtert Integration.

b) Aktiviere die rechte Hemisphäre

  • Stelle dir dazu ein Bild oder eine Szene vor, nicht nur Worte.
  • Das aktiviert emotionale Netzwerke (Amygdala, Insula, limbische Areale).

c) Sprich sie rhythmisch oder mit Stimme

  • Die Vibration der Stimme wirkt über den Vagusnerv auf Herz und Zwerchfell.
  • So werden afferente Bahnen aktiviert – der Körper fühlt den Satz.

d) Betone Gegenwart, nicht Zukunft

Statt: „Ich werde sicher sein“,

lieber: „In diesem Moment bin ich sicher genug.“

So bleibt das System im Hier und Jetzt, wo Regulation möglich ist.

Nochmal zusammengefasst:

  • Affirmation = efferenter Impuls
  • Körperempfindung = afferente Rückmeldung
  • Veränderung = Synchronisation beider Richtungen

Wenn du Affirmationen mit somatischer Präsenz kombinierst, entstehen neue neuronale Schleifen, die real und glaubwürdig werden.

Work smart, not hard ist mein Motto und deshalb teile ich dir heute noch eine wichtige Wahrheit, die du zu Affirmationen noch wissen solltest:

Affirmationen funktionieren erst dann schnell, wenn ZERO Widerstand im System ist.

Wenn noch innerer Widerstand da ist, hält dein Unterbewusstsein dagegen. Und zwar stärker als jeder Glaubenssatz, den du bewusst denkst.

​Solange tief in dir noch Prägungen abgespeichert sind wie

Ich bin nicht sicher, wenn ich sichtbar bin

Geld macht Beziehungen kaputt

Wenn ich Fehler mache, verliere ich Liebe

Ich bin nicht liebenswert, wenn ich mich nicht anpasse

Ich muss produktiv sein, ansonsten bin ich nicht wertvoll

Selbständigkeit ist harte und andauernde Arbeit

Ich kann nicht gut mit Geld umgehen

usw.

dann ist jede Affirmation ein mentales Pflaster auf einer offenen, klaffenden Wunde. Sie verschwindet im Rauschen. Sie kostet Zeit. Und sie frustriert dich nur noch mehr.


Das eigentliche Problem ist, dass dein Nervensystem und deine Zellbiografie auf einem tieferen Level viiiel stärkere Überzeugungen abgespeichert hat.

Willst du wirklich das Leben leben, das du dir affirmierst, musst du dorthin gehen, wo der Widerstand ist.

Zur Wurzel. Zu den Erlebnissen und alten Mustern, die dich heute noch schützen wollen, obwohl sie dich längst eingrenzen.

Zur Situation auf dem Schulhof, in der du gehänselt wurdest, weil du kein Nutellabrot sondern olles Knäckebrot dabei hattest.

Zu deiner ersten großen Liebe im Kindergarten, der dich dann nach 5 Tagen für deine beste Freundin fallen gelassen hat.

Zu den lauthals ausgetragenen Streitigkeiten deiner Eltern, die dir Angst gemacht haben weil du nicht wolltest, dass sie sich trennen aber die eisige Stimmung dich auch zerrissen hat.

Du denkst, no biggie, das ist doch im Nachhinein alles halb so schlimm? Guess what, dein Nervensystem spult immer noch die gleichen Reaktionen ab wie damals.

Genau dort setze ich in meinem Coaching an. Wir machen erst mal bewusst, was dich bremst. Benennen die Emotionen, mobilisieren sie. Nutzen dein Körpergedächtnis, nicht nur deinen Verstand. Dann wandeln wir deine Überzeugungen auf der Ebene deines Unterbewusstseins, sodass Affirmationen überhaupt erst andocken können.

Wenn du bereit bist, nicht länger an der Oberfläche Affirmationen zu recyceln und dir einzureden, "the work" zu machen, sondern dein System von innen so umzuschreiben, dass Fülle, Nähe und Klarheit in dein Leben kommen können, let's talk.

Wenn du spürst, dass genau das dein Missing Link ist, dann komm in meine 1:1 Coachings. Hier beginnt echte Neuverkörperung und nicht nur endloses drüber labern, das dir Geld und Zeit stiehlt und hauptsächlich deiner Therapeutin was bringt.

Zyklusgesundheit, auf den eigenen Körper hören & Ausbleiben der Periode 

Hier die schockierende Wahrheit: 82% der Frauen akzeptieren Regelschmerzen als "Teil des Frauseins"

Regelschmerzen sind NICHT normal!

Wenn du dich vor Schmerzen krümmst, produziert deine Gebärmutter übermäßig Prostaglandin F2α – ein Entzündungsbotenstoff, der deutlich stärkere Kontraktionen hervorruft als nötig.

Wenn du vor der Periode zur Furie wirst, ist dein Progesteron im Keller. Dieses "Zen-Hormon" sollte dich entspannt und ausgeglichen halten. Ohne es wird jede Kleinigkeit zum Drama.

Wenn dein Zyklus total unregelmäßig ist, (mal 24 Tage, mal 35), ist deine Hypothalamus-Hypophyse-Ovar-Achse entgleist. Stress, schlechte Ernährung oder Schlafmangel bringen den fein justierten Regelkreis durcheinander.

Wenn du nach dem Eisprung wie grumpy cat durch die Gegend läufst, fällt dein Östrogen zu schnell ab. Eigentlich sollte Progesteron das abfedern – aber das wird zu wenig produziert.

Quelle: Medumio, 2025

Sekundäre Amenorrhoe, also das Ausbleiben der Menstruation über mindestens drei Monate bei zuvor regelmäßigen Zyklen, betrifft schätzungsweise 3–5 % der Frauen im gebärfähigen Alter in der Allgemeinbevölkerung.

In bestimmten Gruppen ist die Häufigkeit deutlich höher:

Leistungssportlerinnen: bis zu 44 %

Frauen mit Essstörungen: bis zu 66 %

Sehr niedriger Körperfettanteil oder hoher Stress: ebenfalls stark erhöhtes Risiko. Und wer hat schon keinen Stress in der derzeitigen Zeit? 

Sekundäre Amenorrhoe kann stark mit emotionalen und psychischen Belastungen, traumatischen Ereignissen in der Kindheit z.B. zusammenhängen. Eine gezielte Therapie mit körperorientierte Verfahren, dem Arbeiten an unterbewussten Schutzmechanismen und Programmen kann das Zünglein an der Waage zur Wiederherstellung der Menstruation sein, sofern keine organischen Ursachen bestehen. Die würde ich in jedem Fall erst abklären lassen, der Gang zur Endokrinologie ist unausweichlich.

Wenn da keine Unterstützung kommt, ist man leider erstmal auf sich alleine gestellt, wird auf Hormone gesetzt und heim geschickt. Ein Hoch auf unser "Gesundheitssystem". Da fängt dann die Eigenverantwortung an und sobald man das gecheckt hat, kommt man auch in's Tun :)

Wusstest du, dass es manchmal die kleinen Alltagsumstellungen sind, die schon extrem viel bewegen können? 

Ich habe früher nie gefrühstückt, damit ich lange faste. Klar, Fasten hat seine gesundheitlichen Vorteile (Langlebigkeit, Gewichtskontrolle, Regeneration der Zellen, Heilung beschleunigt etc.) aaaaber: dadurch meine Periode zu verlieren war ein ziemlich harter Nebeneffekt. 

Auch Kaffee auf leeren Magen noch dazu mit Hafermilch ist eine tickende Bombe für deine Hormone, die von Cortisol gesteuert werden. 

Auf welche sekundären Pflanzenstoffe, Rituale und Nährstoffmägel du achten solltest, erfährst du in meiner Podcastfolge mit Irina, Zyklusmentorin und Hormonspezialistin.

Hast du auch schon mit ausbleibender Periode zu kämpfen gehabt oder tust es noch? Melde dich gerne und wir tauschen uns aus.

 

Deine Isabella

Wenn der Körper spricht: Was deine Symptome dir wirklich sagen

Wie emotionale Überforderung, mentaler Druck und innere Leere sich somatisch zeigen – und was du tun kannst

Du bist leistungsfähig, ehrgeizig, reflektiert.

Du willst nicht nur funktionieren, du willst mehr.

Mehr Tiefe. Mehr Sinn. Mehr Lebendigkeit.

 

Aber genau das scheint sich immer weiter zu entziehen.

Stattdessen:

– Schlafprobleme

– Enge im Brustkorb

– Libido: weg

– Dauerverspannungen

– Magenbeschwerden ohne ersichtlichen Grund

 

Was ist da los?

Dein Körper ist nicht kaputt.

Er ist ehrlich. Symptome sind Botschaften. Keine Fehler.

Wenn du innerlich unter Hochdruck stehst, aber nach außen weiter „funktionierst“, beginnt dein Körper zu kompensieren.

Und irgendwann zu rebellieren.

Je mehr du ignorierst, desto deutlicher wird er.

Und er spricht eine sehr konkrete Sprache. Die ich als somatic healing facilitator spreche :-) 

 

Kleiner Exkurs in die Körperregionen und wofür sie stehen, wenn sie dir Schmerzen, Druck, Beschwerden verschaffen: 

 

1. Kopf: Der Ort des inneren Drucks

Typische Symptome: Spannungskopfschmerzen, Druckgefühl, Migräne, innere Unruhe

Was dein Körper dir sagt:

– Du versuchst, alles zu kontrollieren

– Du bist im Dauermodus des Analysierens und Grübelns

– Du hast dich von deiner Körperwahrnehmung und Intuition abgeschnitten

 

Dahinter: Mentaler Overload, Kontrollstrategien, Angst vor Kontrollverlust

 

 

2. Brustkorb: Das Zentrum der Selbstverleugnung

Typische Symptome: Engegefühl, Atemnot, Herzklopfen, Nervosität

Was dein Körper dir sagt:

– Du hältst emotionale Wahrheit zurück

– Du schützt dich vor Verletzlichkeit

– Du hast Angst, dich mit deiner echten inneren Stimme zu zeigen

 

Dahinter: Emotionales Schutzsystem, People-Pleasing, alte Bindungswunden

 

3. Schultern & Rücken: Das System der Überlastung

Typische Symptome: Verspannungen, Druckgefühl, Rückenschmerzen

Was dein Körper dir sagt:

– Du trägst mehr als du musst

– Du hast ein altes Muster von “Ich muss stark sein”

– Du lässt dir keine Unterstützung zu

Dahinter: Dauerstress, fehlende Entlastung, Selbstüberforderung

 

4. Bauchraum: Zentrum von Selbstvertrauen und Intuition

Typische Symptome: Verdauungsstörungen, Blähungen, Reizdarm

Was dein Körper dir sagt:

– Du kannst nicht mehr unterscheiden, was dir guttut

– Du hast keinen Kontakt zu deinem Bauchgefühl

– Du hast unverdaute Erlebnisse gespeichert

 

Dahinter: Daueranspannung, emotionale Verdrängung, Unsicherheit

 

5. Becken, Unterleib und Beine: Das Fundament deiner Lebendigkeit

Typische Symptome: Libidoverlust, Instabilität, Beckenbodenverspannung, Kältegefühl

Was dein Körper dir sagt:

– Du bist nicht geerdet

– Du empfindest Lust und Genuss als „nicht sicher“

– Du versuchst, dich selbst über Kontrolle zu halten

 

Dahinter: Urvertrauensbruch, Überlebensmodus, Verlust von innerer Sicherheit

 

Was das mit Burnout zu tun hat – auch wenn du noch „funktionierst“:

Burnout beginnt nicht mit dem Zusammenbruch. Er beginnt mit Mikroverleugnungen:

– Wenn du dich selbst nicht mehr spürst

– Wenn du das Nein fühlst, aber trotzdem Ja sagst

– Wenn dein Körper Grenzen zieht, aber du sie übergehst

 

Der Körper ist der erste Ort, an dem deine Wahrheit auftaucht und der letzte, an dem du sie ignorieren kannst.

 

Was du tun kannst – jenseits von Symptombekämpfung:

Sieh deinen Körper nicht als Hindernis, sondern als Wegweiser.

Jede Spannung, jede Enge, jedes Symptom ist ein Signal. Kein Defekt. Stell dir die Frage: was braucht dieses Körperteil von mir? Beobachte. Ohne Wertung. 

Arbeite mit deinem Nervensystem.

Atem, somatische Präsenz, bewusste Berührung und Beruhigung helfen mehr als jedes Mindset. Ich mache das mit dir im Coaching, melde dich einfach bei mir.

Erlaube dir, weniger zu leisten und mehr zu fühlen.

Schaffe Platz für echte Integration. Kein Zeitdruck für's Heilen.

Nicht noch mehr Doing. Sondern Platz für Kontakt, Austausch und Neuausrichtung.

 

Also my Love, nochmal zum Mitschreiben: 

Du brauchst keine Optimierung. Du brauchst Rückverbindung, damit du performen kannst.

 

Dein Körper ruft nicht nach Disziplin, sondern nach Beziehung zu dir.

Wenn du spürst, dass das, was du aufgebaut hast, nicht mehr zu dem passt, was du innerlich fühlst,

dann ist das kein Scheitern. Es ist ein Wendepunkt. Und genau dort beginnt echte Veränderung nicht aus Mangel, aus Zwang sondern aus Selbstliebe.

 

Willst du tiefer verstehen, was dein Körper dir zeigt? Dann melde dich für ein 1:1 Mapping Call.

Wenn du bereit bist, dich nicht länger selbst zu übergehen: Ich bin hier. Was wir zusammen tun: 

  • innere Kritiker identifizieren 
  • emotionale Blockaden lösen
  • mentale Erschöpfung aufspüren
  • innere Unruhe reduzieren
  • emotionale Klarheit schaffen 
  • Kontrolle loslassen und dein Gedankenkarussell stoppen

In meinen Sessions lösen wir nicht nur Druck. Wir klären ihn an der Wurzel.

 

„Mach was Richtiges.“

Was meine Familie damit meinte: Unternehmensführung im Mittelstand. Was Handfestes.


Aufträge werden per Handschlag bei ‘nem Bier vergeben ohne Dänglisches Bullshit Bingo und Sales Funnel.

Ich komme aus einer Unternehmerfamilie.
Alle selbstständig. Alle erfolgreich, aber mit den Konsequenzen auf Körper, Geist und frei einteilbarer Zeit.

Dafür strukturiert. Greifbar. Mit viel Verantwortung. Mit Substanz. Whatever that means.

Und dann komme ich - mit meinem Leitsatz “erfüllt und erfolgreich”, den ich mir am Anfang der Selbständigkeit vorgenommen habe.

Ich arbeite als Coach mit dem Ungreifbaren, mit Emotionen, Prägungen, unbewussten Mustern.

Komplettes Gegenteil und Spielraum für viiiiel Dekonditionierung meinerseits, viel Unverständnis und natürlich auch Zweifel.

Aber ich hab gecheckt, unsere Berufswahl ist selten frei.

Sie ist oft geprägt durch unser Herkunftssystem - durch Nachahmung, Rebellion oder den Versuch, etwas zu heilen.

Schau dich mal in deinem Umfeld um: wieviele der Juristen haben Eltern, die ebenfalls Juristen sind? Architekten, bei denen die Kinder auch Architektur studieren? Ärzte, deren Eltern auch schon diesen Weg gewählt haben?

Und wenn du was mit social media, Marketing oder Persönlichkeitsentwicklung machst, darfst du dir auch gern mal anhören: „Was du machst, ist schön, aber braucht doch keiner.“ Am I right? 🤭 

Was ich heute weiß:
Solange du nicht erkennst, welche inneren Aufträge du (unbewusst) befolgst, arbeitest du nicht frei. 
Und wirst auch nicht nachhaltig glücklich, egal auf welche krasse Position du dich hochgearbeitet hast.

Erst wenn wir diese Autopiloten durchschauen, entsteht Wahlfreiheit.

Ich arbeite mit Menschen, die alles haben und sich trotzdem innerlich leer, falsch oder fremdbestimmt fühlen.

Nicht weil sie auf der völlig falschen Fährte sind. Sondern weil sie nie bewusst selbst gewählt haben.

Wenn du das Gefühl hast, deine Karriere folgt eher einem Skript als deiner echten Wahl - lass uns drüber sprechen.

Manchmal ist es nur eine Mini Neuausrichtung, die einen großen Shift bewirkt.




#Familiensystem #Leadership #Selbstführung #ErfolgdurchCoaching g#Karrierebewusstsein#Mindfulness #Karrierecoaching #SystemischeArbeit #NewWork #Kindheitsmuster #leadershipcoaching #highachiever #burnoutprevention

Führung beginnt im Inneren

Wer sich selbst nicht führen kann, wird langfristig auch andere nicht halten können.

Denn dein Ego bleibt ja nicht zu Hause, wenn du morgens ins Office gehst.
Deine unterbewussten Muster, Trigger, Schutzstrategien bleiben nicht wie ein treuer Golden Retriever vor’m Meetingraum brav sitzend bis du wieder raus kommst.

Du merkst es vielleicht nicht direkt, aber sie entscheiden mit:

→ Wie sehr du Kontrolle brauchst und kontrollieren willst.
→ Wie du mit Fehlern umgehst - bei dir & bei anderen.
→ Wie sehr du Innovation deiner Teammitglieder förderst & forderst und "props" geben kannst
→ Ob du Raum für Nähe schaffst oder dich hinter Autorität versteckst, die interpersonale Beziehungen unnötig erschwert
→ Wie du Entscheidungen triffst: für die größere Unternehmensvision oder für deine quarterly goals
→ Ob du Feedback wirklich hören willst oder deinen Selbstwert schützen willst.
→ Wie du Konflikte löst: mit Reife oder Reaktivität.

Was das bedeutet?

Höhere Fluktuation und Mitarbeiterunzufriedenheit.
Schlechte Stimmung, fehlende, unklare oder verletzende Kommunikation.
Auch Team-Dynamiken kein Zufall sondern Spiegel deiner eigenen inneren Ausgeglichenheit.

Nur wer seine Anteile kennt und regulieren kann, schafft ein Umfeld, in dem Innovation, Commitment und Respekt wachsen.

Deshalb gebe ich Workshops und arbeite im 1:1 zum Thema Ego-Arbeit, Muster-Auflösung und emotionale Regulation, weil das den Unterschied für authentische Leader ausmacht.

Weil es der Teil von Leadership ist, den viele übersehen, aber keiner umgehen kann.


In diesem Sinne, guten Start in die Woche peeps!
Eure Isabella

#Leadership #Selbstführung #PeopleLeadership #InnerWork #Schattenarbeit #NewWork #Führungspersönlichkeit #Nervensystemarbeit

Leadership, Intuition & Bigger Rooms – Was wir von Anja von FemBoss lernen können

In der aktuellen Folge der Glow-Up Diaries hatte ich eine Frau auf der Couch, die nicht nur Räume füllt, sondern welche erschafft: Anja von FemBoss – Gründerin der größten Female Leaders Community im DACH-Raum und absolute Visionärin, wenn’s um kollektives Wachstum geht.

Was mich an Anja sofort begeistert hat?

Sie denkt groß – aber nicht laut. Ihre Vision ist kein durchoptimierter Business-Plan mit KPIs und OKRs, sondern ein lebendiger Raum, der sich mit ihr weiterentwickelt. Für sie bedeutet Erfolg nicht Reichweite, sondern Verbindung. Und zwar die echte – nicht die auf Insta mit 10k Followern und einem viralen Reel nach dem anderen.

 

Wir sprechen in der Folge über:

- Wie echte Räume für weibliches Wachstum entstehen – jenseits von Buzzwords

- Warum es manchmal unbequem ist, sich in „bigger rooms“ zu setzen – und warum du’s trotzdem tun solltest

- Wie Anja Manifestieren (weiblich) und Machen (männlich) kombiniert, ohne sich zu verzetteln

Und: Wie du die Stimme deiner Intuition von der deines Egos unterscheidest – weil Spoiler: die klingen manchmal verdammt ähnlich

 

Was ich besonders spannend fand: Anja bringt Spiritualität, Struktur und Strategie zusammen – ohne esoterischen Glitzer oder toxischen Hustle.

Human Design fließt genauso in unser Gespräch ein wie Kabbalah. Wenn du selbst Manifestor bist: Du wirst dich in vielen Momenten wiedererkennen. Wenn nicht: Du wirst definitiv inspiriert sein.

 

Und wie immer ging’s nicht nur ums Business, sondern auch ums echte Leben:

Die Höhen, die Zweifel, die Reels, die plötzlich viral gehen, und die Klarheit, die manchmal erst in Bewegung kommt.

 

Fazit:

Diese Folge ist für dich, wenn du spürst: Da geht noch mehr. Aber bitte ohne Burnout, Buzzword-Bingo und Business-Overthinking.

Anja zeigt: Empowerment braucht keine Floskeln – sondern Räume, in denen wir echt sein dürfen. Und ich sag’s mal so: Diese Räume bauen wir gerade. Together.

 

🎧 Jetzt reinhören → Glow-Up Diaries

📍 Und am besten gleich zum nächsten FEMBOSS Event nach Stuttgart kommen – 26.+27.07. 

 

Warum dein Nervensystem nach Beziehungen lechzt 

und warum die so wichtig sind

Kennst du dieses angenehm-wohlige Gefühl, wenn du nach einem Tag voller Chaos einfach nur in die Arme deines bestie's oder deines Schatzi’s sinkst? Dieser Moment, in dem plötzlich alles ruhiger wird, du runterfährst? Als würde eine weiche, warme, schallgeschützte Decke über dich gelegt werden und Puderzucker drüber gestäubt, nachdem du den ganzen Tag on edge warst.

Das ist kein Zufall – es ist dein Nervensystem, das mit dem Nervensystem deines Gegenübers korrespondiert und sich kalibriert.

Die biologische Sehnsucht nach Verbindung

Überspitzt gesagt: Du bist von Natur aus ein beziehungssüchtiges Wesen. Nicht, weil du alleine schwach bist, sondern weil dein Gehirn darauf programmiert ist. Schon als sabbelndes kleines Baby hast du instinktiv nach Blickkontakt mit MaPa gesucht und dich an der Stimme deiner Bezugspersonen festgeklammert wie an einer neurobiologischen Rettungsleine.

Frage an dich: Wann hast du das letzte Mal gespürt, wie dein aufgedrehtes Nervensystem in Gegenwart einer anderen Person zur Ruhe kam?

Bindungsmuster – deine unsichtbaren Beziehungsarchitekten

Unsere frühen Beziehungserlebnisse formen Muster, die sich später wie heimliche Saboteure in unsere Erwachsenenbeziehungen schleichen. Quasi deine Schablone für (Ver-)Bindung.

Das Ergebnis: verkorkste Beziehungen, ungesunde Abhängigkeiten, narzisstische Verhaltensweisen,... kurz gesagt: alles, wovor dich die Hobby Psychologinnen in ihren catchy "red flags" insta reels warnen.

But don't blame your parents just yet. Denn als Kinder beziehen wir jede Handlung unserer Eltern auf uns, weil unser Überleben von deren Stimmung uns gegenüber abhängt. Mehr dazu in meiner Podcast Folge zu genau dem Thema:

Hier geht's zur Folge

Solange wir sie nicht erkennen und bearbeiten, können wir damit zur laufenden 🚩🚩🚩 werden. 🥴

Die meisten wissen wahrscheinlich nicht mal, dass sie aufgrund dieser frühkindlichen Muster agieren.

Nicht du, du liest meinen Newsletter und bist reflektiert und entwicklungshungrig :-)

Der erste Schritt ist, wie immer, das Bewusstmachen:

Erkennst du dich oder Menschen in deinem Umfeld in einem der folgenden Beziehungsmuster wieder?

1.Der Unabhängige: “Ich brauch niemanden. Ich schaff das allein” (während dein Nervensystem sich eigentlich auch gerne mal 'n Chilligen machen würde und heimlich Unterstützung wünscht)

2. Das Klammeräffchen: “Nein, geh nicht! Bestätige mir JETZT, dass du mich liebst!” (während dein Gegenüber langsam rückwärts aus dem Raum huscht)

3. Der Ambivalente: “Ich will Nähe… nein, lass mir Freiraum… ah, ne doch nicht, komm zurück!” (Die "hot & cold" Nummer aus dem Katy Perry Lied)

Guilty? Keine Sorge – wir alle tragen diese Muster in uns, nur in unterschiedlichen Intensitäten.

Dann gibt es noch das ultimative Ziel und Jackpot der Bindungsstile: 4. die sicher gebundenen Menschen, die sich selbst vertrauen und andere als grundsätzlich vertrauenswürdig wahrnehmen.

Frage an dich: 

  • Welches dieser Bindungsmuster taucht bei dir auf, wenn’s emotional und hitzig wird?
  • Bei welchen Menschen fühlst du dich wie ein verunsichertes Kind und bei welchen wie ein entspannter Erwachsener?
  • Und was würde dein/e Ex über dich sagen? 🙃

Co-Regulation – wenn zwei Nervensysteme matchen 👉👈

Dein Nervensystem ist nicht dafür gemacht, alleine klarzukommen. Wenn du gestresst bist, kann die bloße Anwesenheit eines sicheren Menschen deinen Vagusnerv aktivieren – diesen magic switch in deinem Körper. Eine Umarmung von der richtigen Person ist wie eine biologische Beruhigungspille. Wenn jemand uns Sicherheit und Ruhe vermittelt, spiegeln unsere Neuronen diesen Zustand – unser Nervensystem „kalibriert“ sich darauf. Ich erspare dir die neurobiologischen Hintergründe (auch wenn's mir schwer fällt haha) aber das ist Wissenschaft.

Fakt ist:

Menschen mit guten Beziehungen haben:

  • Weniger Stresshormone (die sonst fröhlich deine Organe malträtieren)
  • Ein stärkeres Immunsystem, leben fitter & länger
  • Mehr Resilienz (die Fähigkeit, nach emotionalem Chaos wieder aufzustehen, ohne monatelang mit Ben & Jerry's Netflix auf dem Sofa zu glotzen)

und sind insgesamt glücklicher 🥰

Frage an dich:

  • Wer in deinem Leben beruhigt dein Nervensystem – und bei wem gehst du regelmäßig durch die Decke?
  • Wann hast du zuletzt jemandem erlaubt, dich wirklich zu “halten”, wenn du emotional durcheinander warst?

Der Weg zu schöneren Beziehungen

Der erste Schritt ist, deine eigenen Bindungsmuster zu durchschauen. Ja, das ist etwa so angenehm wie eine Wurzelbehandlung, aber genauso notwendig. Wenn du verstehst, welche unbewussten Programme deine Beziehungen steuern, kannst du sie verändern. Muy importante: Finde Menschen, mit denen dein Nervensystem zur Ruhe kommen kann. Menschen, bei denen du nicht ständig auf Eierschalen läufst oder dich verbiegen musst.

Zum Mitnehmen und Ausprobieren:

Führe eine Woche lang ein “Nervensystem-Journal” im Handy oder auf Papier. Notiere, wann dein System in den Alarmzustand geht, wann es sich entspannt, und wer dabei eine Rolle spielt. 🚨

Und dann frag dich: Mit wem sollte ich mehr Zeit verbringen? Und von wem sollte ich mich vielleicht… freundlich distanzieren?

Denn am Ende sind es nicht die Insta-Likes oder Partyfreunde, sondern die tiefen, verlässlichen Bindungen, die deinem Nervensystem die Stabilität geben, die es braucht.

Wenn dein Nervensystem immer noch Beziehungsmuster wiederholt, die dir vor 15 Jahren von einer pickelig-pubertierenden Gefühlswelt geschenkt wurden - dann ist es Zeit, deine emotionale Software mal einem liebevollen Update zu unterziehen.

Wenn du im Dating immer wieder an Männer / Frauen gerätst, die dich an deinen Vater / Mutter erinnern und alte Wunden triggern, lass uns mal zusammen hinschauen.

Wenn du in Freundschaften das Gefühl hast, du gibst immer mehr als du zurück bekommst und "kämpfst" oder brennst aus, lass uns mal deine Bindungsmuster neu kalibrieren. ⬇️

Von Smalltalk zu echten Verbindungen: Warum deine Gespräche dein Leben prägen

 

„Was machst du eigentlich gerade beruflich?“

„Bist du jetzt eigentlich nur noch im Urlaub?“

„Trinkst du gar nicht mehr?“

„Wie willst du damit Geld verdienen?“

 

Klassiker. Diese Fragen habe ich in den letzten Monaten oft gehört. Und falls du dich gerade selbstständig machst, einen neuen Weg einschlägst oder einfach nicht in die Standard-Schublade passt, kennst du sie bestimmt auch.

 

Aber die eigentlich spannende Frage ist: Wann hattest du zuletzt ein Gespräch, das dich wirklich berührt hat? Das dich inspiriert hat, statt dich leer zurückzulassen?

 

Warum Gespräche mehr sind als Worte

 

Unsere sozialen Interaktionen prägen uns mehr, als uns bewusst ist. Jedes Gespräch ist Input für unser Gehirn – und beeinflusst, wie wir uns fühlen, welche Entscheidungen wir treffen und wie wir die Welt sehen.

Das Krasse? Wissenschaftlich ist längst bewiesen: Gute soziale Verbindungen senken Stress, stabilisieren unser Nervensystem und verlängern unser Leben.

Fehlende soziale Interaktion hat sogar gesundheitliche Folgen. Studien zeigen, dass wenig tiefergehende soziale Kontakte genauso schädlich sein können wie 15 Zigaretten am Tag.

Und trotzdem greifen viele von uns lieber zum Handy oder zum Glas Wein, wenn sie sich einsam fühlen, anstatt wirklich Verbindung zu suchen – mit anderen und vor allem mit sich selbst.

 

Wie du Gespräche auf ein neues Level hebst

Die Qualität unserer Gespräche bestimmt, wie verbunden wir uns mit anderen und mit uns selbst fühlen. Und genau da können wir ansetzen.

 

1. Stell bessere Fragen

Smalltalk ist einfach. Aber richtig gute Gespräche entstehen erst, wenn wir bewusst fragen. Statt „Was geht?“ probier mal:

• „Was hat dich in letzter Zeit inspiriert?“

• „Worauf freust du dich gerade am meisten?“

• „Gab es in den letzten Wochen eine Erkenntnis, die für dich etwas verändert hat?“

 

Diese Fragen eröffnen einen Raum, in dem echtes Interesse entstehen kann – statt nur an der Oberfläche zu kratzen.

 

2. Sei präsent

Das bedeutet: Handy weg, keine Ablenkung. Sei wirklich da. Hör zu, stell Nachfragen, anstatt direkt deine eigene Story rauszuhauen. Zwei, drei Rückfragen, bevor du selbst von dir erzählst, machen einen riesigen Unterschied.

 

3. Tratsch weglassen

Reden über andere ist leicht – und lenkt oft davon ab, dass man sich selbst nicht richtig fühlt. Frag dich: Bringt das hier gerade wirklich Mehrwert? Oder drehen wir uns nur im Kreis?

 

4. Rede über das, was dich begeistert

Egal ob ein Buch, ein Podcast, eine neue Erkenntnis – dein Enthusiasmus steckt an. So entstehen Gespräche, die Energie geben statt rauben.

 

5. Mach’s bewusst – ohne Ablenkung

Ohne Alkohol, ohne Social Media nebenbei, ohne den inneren Druck, das Gespräch „gut“ machen zu müssen. Einfach da sein. Zuhören. Verbindung spüren.

 

Challenge für dich

Diese Woche: Eine Stunde bewusst mit zwei oder mehr Menschen reden – ohne Bildschirm, ohne Ablenkung, ohne Alkohol. Fühl mal rein, wie viel das verändert.

 

Und wenn du Lust hast, das Ganze noch tiefer anzugehen, dann komm in meine Welt. Denn am Ende fängt alles mit Verbindung an – zu dir selbst, zu anderen, zum Leben.

 

Wann hattest du zuletzt ein Gespräch, das dich wirklich berührt hat?

Was mich an der No-Alc-Bewegung nervt

und warum sie nicht zu Ende gedacht ist.


Lange dachte ich, das Problem ist Alkohol. Dass wir einfach mehr alkoholfreie Produkte brauchen, um achtsamer zu konsumieren.

 

Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Ich gehe einen Schritt weiter.

Es geht nicht um alkoholfreie Angebote und Disziplin.

Es geht um dich und dein Bewusstsein.

Darum, Freude und Zusammengehörigkeit mit jeder Faser deines Körpers zu erleben.

Um deine Fähigkeit, für dich selbst einzustehen.

Achtsamer Konsum ist ein innerer Prozess.

Und solange wir gesellschaftlich noch nicht an dem Punkt sind, an dem Selbstwahrnehmung und Zwanglosigkeit selbstverständlich ist, wird es immer darauf ankommen, wie du mit Druck und Erwartungen umgehst.

 

 

#MindfulDrinking #Bewusstsein #Veränderung #Achtsamkeit #InnereFreiheit #Coaching #Persönlichkeitsentwicklung #Selbstverbindung #NeueWege

Bis dahin:

  • Probier alkoholfreie Produkte, wenn du willst.
  • Versuch Zebra-Striping
  • Schwimm gegen den Strom und hochgezogene Augenbrauen

Aber vor allem:

  • Lerne, dich selbst zu verstehen.
  • Lerne, äußere Quick Fixes zu entlarven und ehrlich mit dir selbst zu sein.
  • Lerne, dich in dem Moment zu ertappen, in dem du dich überredest, doch noch zu bleiben, doch noch mitzutrinken.

 

 

Denn worum es mir wirklich geht, ist mehr als nur Konsumverhalten zu ändern.

Deshalb ist mein Mindful Drinking Programm super als Start. Aber es geht im Grunde um viel mehr.

Ich will, dass du echte Verbindung zu dir selbst und zu den high vibe Leuten spürst, sodass du im Cycling Kurs, im Supermarkt oder beim Anstehen im Skilift neue Freundschaften findest.

Ich will, dass du Freiheit erlebst – die echte, nicht die, die von anderen Meinungen abhängt.

Ich will, dass du du selbst bist, ohne Kompromisse.

Und das beginnt in dir.

 

Fühlst du dich festgefahren? So findest du Klarheit & neue Perspektiven

Kennst du das Gefühl, dass dein Leben auf Autopilot läuft?

Du bist erfolgreich, arbeitest hart, hast vielleicht sogar genau den Job, den du dir früher gewünscht hast – und trotzdem fühlt sich dein Alltag leer an. Du funktionierst, bist für alle da, triffst Entscheidungen … aber tief in dir spürst du: „Da muss doch mehr sein.“

 

Vielleicht umschwirren dich Fragen wie:

„Ist das wirklich das Leben, das ich führen will?“

„Warum fühlt sich alles so schwer an?“

„Wieso stecke ich in den immer gleichen Mustern fest?“

 

Und dann kommt der Zweifel: „Andere haben es doch auch hingekriegt. Wieso bin ich so blockiert?“

 

Wenn du dich in diesen Gedanken wiedererkennst, bist du nicht allein.

 

Warum du dich innerlich blockiert fühlst

 

Oft hängen wir in festgefahrenen Denkmustern fest, ohne es zu merken. Dein Kopf analysiert, dein Perfektionismus bremst dich aus, dein innerer Kritiker hält dich klein – und du drehst dich im Kreis.

 

Das führt zu…

❌ Overthinking: Du zerdenkst jede Entscheidung so lange, bis du am Ende gar nichts machst.

❌ Unzufriedenheit: Dein Job oder deine Beziehung fühlen sich nicht mehr richtig an, aber du weißt nicht, was du ändern sollst.

❌ Emotionale Erschöpfung: Du funktionierst, bist aber innerlich müde und weißt nicht, wie du da rauskommst.

 

Die gute Nachricht? Es gibt einen Weg raus.

 

3 Schritte, um Klarheit zu gewinnen und endlich ins Handeln zu kommen

 

1️⃣ Hinterfrage deine aktuellen Glaubenssätze

Welche Gedanken halten dich zurück? Ist es die Angst vor Veränderung? Der Wunsch, es allen recht zu machen? Die Sorge, zu scheitern? Schreib auf, was dich blockiert – und frag dich: Ist das wirklich wahr?

 

2️⃣ Verbinde dich mit deinem Körper, nicht nur mit deinem Kopf

Unsere besten Entscheidungen treffen wir nicht durch endloses Nachdenken, sondern durch innere Klarheit. Achtsamkeit, Atemübungen oder Journaling helfen dir, wieder Zugang zu deinem eigenen Gefühl zu bekommen.

 

3️⃣ Hol dir Unterstützung

Veränderung fällt leichter, wenn du jemanden hast, der dich hält, dich spiegelt und dir neue Perspektiven aufzeigt. Coaching kann dir helfen, alte Muster aufzubrechen und deine nächsten Schritte klar zu sehen.

 

Bist du bereit, raus aus dem Kopfchaos und rein in dein echtes Leben zu kommen?

 

Ich begleite dich dabei, alte Muster aufzulösen, Klarheit über deine nächsten Schritte zu gewinnen und Entscheidungen zu treffen, die sich wirklich gut anfühlen.

 

Buche dein kostenloses Erstgespräch hier und lass uns sehen, wie ich dir helfen kann :) 

 

30
Sep
2024

Warum ignorieren wir Alkohol am Arbeitsplatz?

Heute mal ein etwas ernsteres Thema.

In jedem Unternehmen gibt es mittlerweile Resilienztraining, Menopause, Workshops zu Ernährung oder Stressbewältigung. Doch beim Thema Alkohol herrscht oft noch Zurückhaltung, obwohl die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden genauso gravierend sein können. 

 

Produktivität, die aufgrund von Alkoholkonsum verloren geht, kostet die britische Wirtschaft jährlich mehr als 7 Milliarden, und schätzungsweise gehen jedes Jahr 167.000 Arbeitstage durch Alkohol verloren!

 

Es ist an der Zeit, auch den Umgang mit Alkohol in die betriebliche Wellness-Strategie zu integrieren. Warum? Weil die Auswirkungen von Alkohol auf Mitarbeitende und Unternehmen nicht zu unterschätzen sind – sowohl kurzfristig als auch langfristig.

Negative Auswirkungen von Alkohol auf Produktivität und Wohlbefinden

  1. Reduzierte Produktivität: Studien zeigen, dass selbst moderater Alkoholkonsum die Konzentrationsfähigkeit, das Urteilsvermögen und die allgemeine Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann Alkoholkonsum zu „Präsentismus“ führen – Mitarbeitende sind zwar körperlich anwesend, aber nicht voll leistungsfähig. In den USA beispielsweise verursachen alkoholbedingte Produktivitätsverluste jährlich Schäden in Milliardenhöhe.
  2. Erhöhte Fehlzeiten und Krankheitsausfälle: Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht das Risiko für zahlreiche körperliche und psychische Erkrankungen, die zu Fehlzeiten und langfristigen Krankheitsausfällen führen können. Studien belegen, dass Alkohol den Blutdruck erhöht, das Herz-Kreislauf-System belastet und die Anfälligkeit für psychische Störungen wie Depressionen verstärkt. Unternehmen zahlen einen hohen Preis, wenn es zu krankheitsbedingten Ausfällen kommt.
  3. Belastung des Teamklimas: Alkohol kann auch das soziale Miteinander beeinflussen. Spannungen im Team, fehlende Kommunikation oder sogar Konflikte sind häufig die Folge von problematischem Alkoholkonsum. Eine Studie der Harvard School of Public Health zeigte, dass Mitarbeitende, die regelmäßig trinken, häufiger von Arbeitskonflikten und negativen Beziehungen zu Kolleg*innen berichten.
  4. Langfristige Folgen: Alkoholmissbrauch kann langfristig zu schweren chronischen Erkrankungen führen, darunter Lebererkrankungen, Krebs oder Herz-Kreislauf-Probleme. Diese Krankheiten führen nicht nur zu hohen Gesundheitskosten für Unternehmen, sondern schränken auch die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein.

Warum sollte der Arbeitsplatz handeln?

 Die moderne Arbeitswelt setzt zunehmend auf das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, da sich gezeigt hat, dass gesunde und zufriedene Angestellte leistungsfähiger und motivierter sind. Durch Coaching und Aufklärung können Unternehmen präventiv tätig werden, bevor größere Probleme entstehen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen, dass Präventionsprogramme, die Aufklärung und Unterstützung rund um das Thema Alkoholkonsum bieten, signifikante positive Effekte haben. Eine Studie der American Journal of Public Health zeigt, dass Präventionsprogramme am Arbeitsplatz den Alkoholkonsum der Mitarbeitenden um bis zu 20 % reduzieren können.

 Wenn wir unseren Mitarbeitenden das Wissen und die Werkzeuge an die Hand geben, fundierte Entscheidungen über ihren Alkoholkonsum zu treffen, können wir sowohl ihre körperliche als auch ihre psychische Gesundheit langfristig fördern. Dies schützt nicht nur die Mitarbeitenden, sondern stärkt auch die Unternehmenskultur und senkt potenzielle Kosten durch krankheitsbedingte Ausfälle.

Fazit: Ein integrativer Ansatz für mehr Wohlbefinden

Alkohol am Arbeitsplatz thematisieren bedeutet nicht, zu stigmatisieren, sondern präventiv zu handeln. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sprechen eine klare Sprache: Alkohol hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit, Produktivität und das Arbeitsklima. Indem wir dieses Thema offen ansprechen und entsprechende Programme einführen, schaffen wir ein Umfeld, in dem sich Mitarbeitende unterstützt fühlen, fundierte Entscheidungen treffen können und sowohl kurz- als auch langfristig von einem besseren Wohlbefinden profitieren.

Das Gespräch über Alkohol am Arbeitsplatz zu starten, bedeutet also, proaktiv zum Schutz der Gesundheit und des Erfolgs des Unternehmens beizutragen.

18
Sep
2024

Warum Alkohol mich nie wirklich frei gemacht hat (und warum du das auch überdenken solltest)

Da war ich also: 24, von Party zu Party, umgeben von Menschen, die mich zum Lachen brachten, ein Glas Wein in der Hand. Ganz normale mid twenties als extravertierte Easy Peasy Isi. Ich fühlte mich selbstbewusst, locker und born ready, noch weiterzuziehen. Doch tief in mir wusste ich, dass dieses Gefühl von “lebendig sein” nicht echt war. Es war der Alkohol, der die Leere für einen Moment betäubte, aber das war nur eine Illusion.

Als ich noch regelmäßig getrunken habe, dachte ich immer, Alkohol mache mich (noch) mutiger, witziger, sozialer – irgendwie "mehr ich selbst". Aber in Wahrheit war es genau das Gegenteil. Alkohol hat mich davon abgehalten, wirklich zu wachsen. Er hat mich in eine Schleife aus Unsicherheit und schlechten Entscheidungen geführt. Nach einer Weile fühlte sich jede Party, jede Verabredung und jeder gesellige Abend gleich an – wie ein immer wiederkehrender, unscharfer Film.

Ich habe angefangen, mich zu fragen: Warum trinken wir eigentlich? Was erwarte ich von einem Drink? Werde ich wirklich lockerer, oder verstecke ich mich nur vor dem, was ich eigentlich bin?

Der Wendepunkt kam ehrlich gesagt während Corona, als ich in der Ruhe des Lockdowns realisierte, dass Alkohol mir nicht mehr Leben gab – ich wurde bloß tauber. Meine wahre Stärke, meine wahren Verbindungen und meine echten, tiefen Momente des Lebens kamen immer dann, wenn ich authentisch war. Ohne Alkohol.

Versteh mich nicht falsch: So ein kaltes Glas Sauvignon Freitag Nachmittags lässt mir auch das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und genau das dürfen wir uns ja auch gönnen! Es geht lediglich darum, ehrlich mit sich selbst zu sein und zu fragen: „Trinke ich, um sozialer, leichter, lustiger, entspannter zu sein? Halte ich nur an etwas fest, das mich klein hält?“

Die Wahrheit ist, dass Selbstbewusstsein nicht aus der 0,75l Weinflasche kommt. Es kommt von innen. Es kommt, wenn wir uns selbst erlauben, echt zu sein – mit all unseren Unvollkommenheiten, Ängsten und Hoffnungen. Und ja, das kann verdammt beängstigend sein. Aber es ist auch unglaublich befreiend.

Seit ich aufgehört habe, Alkohol als Lösung für irgendwas zu sehen, bin ich präsenter, bewusster und irgendwie flexibler :D

Und das Beste: Ich ziehe jetzt Menschen an, die echte Verbindungen suchen, nicht nur die, die in Alkohol ihren Retter sehen.

Vielleicht fühlst du dich in einer ähnlichen Situation: Du greifst zum Glas, weil es so einfach ist, weil es das macht, was alle tun. Aber frag dich mal ehrlich: Was wäre, wenn du es nicht tun würdest? Was würdest du über dich selbst lernen, wenn du ohne Alkohol durch den Abend gehst? Sieh es als Experiment und beobachte dich dabei.

Die wahre Stärke liegt nicht im Verstecken – sie liegt darin, dich so zu zeigen, wie du wirklich bist.

 

25
JUL
2024

My work is full circle - my personal motivation & story

Last year, I had an elbow fracture and decided to stop drinking alcohol for a period of 6 weeks to speed up the healing process. It was a very dark time and a lot of uncertainty but it was also the most transformative time. I questioned a lot, I dove deep into the world of non alcoholic wine. My passion for unique winemakers, great quality and organic wine was the foundation. But I felt like there was more. Back then, I decided to start my own podcast. I just didn’t know where to start because there were for many formats and niches to choose from and I didn't want to do what everyone else was doing. During that time, I did some research on no alcohol products because I was wondering "why the hell there are no options when you don’t want to drink?". Whenever I was at a bar and asked for no alcohol wine, they gave me a strange look. That's when I realised - that's the niche I was drawn to.

The deeper I dug into the topic, the more I also saw the shadow side of drinking on me and people close to me. As a result, I decided to help children that have to deal with alcohol addicted parents which is a work that is deeply fulfilling, yet very alarming. Alcohol is stigmatised in our society like no other drug. Unfortunately, as soon as you have a problem with it, you are excluded from huge parts of our society which makes it even harder to cope with alcoholism. 

I am always a fan of not forbidding anything especially not without replacing it with sth but rather to dig deeper into why do we need to have a drink in the first place? Is it lovesickness? Is it hunger? Is it loneliness? Is it stress-relief? Is it insecurity?

If alcohol is used to cope with a bad feeling, it will only make the feeling worse. Why? Cause it doesn’t remove the root cause. Alcohol maximises the mood you’re in. In a positive but also a negative way. So, instead, find out why you’re craving a drink and what story you are telling yourself about the role alcohol will play in that occasion.

I want to raise the awareness to what alcohol can cause in our surrounding, what it does to your brain and body and that we can enjoy wine for the great product it is. That means to me, to consciously decide for the variant with or without alcohol or a moderate mix. 

Therefore, we need alternatives that taste great and we need open-minded people agreeing that there is a reason for both products, wine with or without alcohol. Bars and Restaurants will offer no alc alternatives if we as customers demand for it. Let's create this movement together. Our podcast also provides a "drink of the week" for you as an inspiration.

We also want to exchange that picture in society that you can only dance, talk openly and be a fun person, when you drink alcohol. Cause you can and it can be so much more fulfilling as you are creating memories and connections that you will never forget at full awareness, solely "high on life". 

That’s what drives me!

28
NOV
2023

Was hat eine Witwe, Krieg und Schampus mit female empowerment zu tun?

Stell dir vor, du bist eine junge Frau, 21 und lebst im Jahr 1798 in Frankreich. Für die geschichtliche Einordnung: das ist inmitten der französischen Revolution unter der sich sicherlich selbst die Geschichte-Laien eine tumultreiche Zeit vorstellen können. Du hast gerade einen Mann geheiratet und noch dazu einen guten Fang - ein Unternehmersohn, der seine Finger unter Anderem im Textilhandel und einem Weingut, Cliquot-Muiron & Fils, im Spiel hat. Es ist eine Zeit, in der Frauen kaum in Geschäfte verwickelt sind, da ihnen die Unabhängigkeit fehlt. Sie dürfen nicht mal ein eigenes Bankkonto eröffnen, denn sie sind von ihrem Vater, den Brüdern und nach der Heirat von ihrem Ehemann abhängig. Tough times für women empowerment.

Plötzlich stirbt dein Ehemann. Du bist süße 27 und stehst vor der Entscheidung: aufgeben oder die Kontrolle übernehmen?

Nicole-Barbe Clicquot Ponsardin, die brave heroine hinter dem berühmten Champagner Veuve Clicquot, übernimmt entgegen aller Vorbehalte und trotz viel entgegengebrachtem Unverständnis die Geschäfte ihres verstorbenen Liebsten und beweist damit eine große Portion Mut. Denn zu damaliger Zeit so einen Boss-Move zu machen - darauf sind sicherlich ein paar Chauvinisten überhaupt nicht klar gekommen.

Was folgt, ist der Grundstein eines der erfolgreichsten Champagnerhäusern der Welt, heute der LVMH Gruppe angehörig. Die Geschichte der jungen Nicole-Barbe ist nicht nur interessant, sondern auch voller Lektionen über Mut, Weitermachen und weiblicher Stärke.

 

Wie alles begann

Barbe-Nicole Clicquot Ponsardin, die Veuve (französisch für Witwe), ist nun durch Verwitwung auch ermächtigt, Geschäfte zu tätigen. Barbe übernimmt also 1805 das Zepter. Stell dir mal die napoleonischen Kriege vor: Chaos, Zerstörung, keine Ressourcen, und noch dazu sehen die Finanzen des Weinguts nicht grade zum Champagner sippen und zurücklehnen aus.

Während Barbe sich durch Jahre kämpft, tut Napoleon sein Bestes, um sich den halben Kontinent zum Feind zu machen. Das führt nach der Schlacht vor Trafalgar dazu, dass Frankreich kein einziges Boot mehr hat. Wie soll man als Champagnerhaus denn da in Ruhe sein Geschäft führen, geschweige denn expandieren und Handel mit anderen Ländern treiben? Napoleon’s Kurs führt dazu, dass kein Warenfluss mehr stattfinden kann. Mehr noch, durch die Interkontinentalsperre ist kein Export aus Frankreich mehr gestattet. Barbe kämpft sich also so durch und muss kreativ werden, um das Überleben des Champagnerguts zu sichern. Gewitzt wie sie ist, fasst sie einen Plan, um das von Russland verhängte Einfuhrverbot zu umgehen. Sie weiß, sobald die Sperre aufgehoben würde, sie wieder in Konkurrenz mit den anderen Champagnerhäusern stünde, die alle ebenfalls an das champagnerliebende russische Zarenhaus verkaufen wollen. Ihr teuflischer Plan: sie schmuggelt 10.550 Flaschen ihres Jahrgangs 1811 nach Amsterdam, von wo aus Flotten nach Russland gestattet sind. Dieses heikle Manöver hätte im worst case dazu führen können, dass alle Flaschen versenkt, geraubt oder sonstwie entwendet würden. Aber das Risiko zahlt sich aus: sie ist um Wochen schneller als ihre Konkurrenten, die nach der Ende des napoleonischen Krieges ebenfalls wieder exportieren dürfen. So findet der Champagner vor allen Mitbewerbern den Weg in das Glas von Zar Alexander I., der erklärt, dass er nichts anderes mehr trinken würde. What a life! Von nun an geht es all the way up und Russland wird bis in die Siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts der mit Abstand größte Absatzmarkt. Bis zu achtzig Prozent der Produktion werden hier verkauft.

 

Barbe beweist Innovationsgeist

Doch damit nicht genug. Wusstest du, dass Barbe zusammen mit ihrem Kellermeister, dem deutschstämmigen Anton Müller (später Gründer von Ruinart) das Rüttelpult erfunden hat? Zur Zeit von Barbe-Nicole war es üblich, den trüben Wein zu klären, indem man die Flasche aufmachte und den Wein in ein neues Gefäß umfüllte, wobei die Hefe zurückblieb. Klar, das brachte den gewünschten Effekt, aber es dauerte ewig, verursachte einen Haufen Weinverlust und die gewünschten Blubberblasen waren überall aber nicht dort, wo sie sein sollten. Um das Ganze zu beschleunigen und den Weinabfall zu minimieren, hat Barbe-Nicole ein cleveres Pult und einen Trick namens Rütteln erfunden. Das sorgte dafür, dass sich die Hefe am Flaschenhals sammelt und mit viel weniger Verschwendung super easy entfernt werden kann. Die Erfindung ist bis heute ein Gamechanger in der Welt des Champagners.

Bist du bereit für den nächsten Pionier Move? Mein Liebling aus dem Hause Veuve Cliquot: Rosé Bubbles.

Im Jahr 1818 erfand Madame Clicquot den ersten Rosé-Champagner, der mit rotem Wein hergestellt wurde. Sie war die erste, die roten Pinot aus Bouzy mit Champagner mischte. Man munkelt, dass seitdem “Rosé all day” getrunken wurde.

Mein Fazit: Mehr bad-a$$ Mentalität bitte!

Nicole-Barbe Clicquot Ponsardin ist ein schönes Beispiel dafür, dass Frauen in den schwierigsten Zeiten außergewöhnliche Stärke und Innovationskraft zeigen können.

Sie war eine mutige Pionierin des Champagners und ist bis heute eine Inspiration für Gleichberechtigung. Ihr unerschütterlicher Kämpfergeist und ihre geistesgegenwärtigen, mutigen Aktionen sind eine zeitlose Erinnerung daran, dass Frauen zu Unglaublichem fähig sind, wenn sie bisschen bad-a** Mentalität an den Tag legen.a

09
AUG
2023

Ent-spannt ent-alkoholisiert

Grade strong im shred game? Weiter so!! Schwanger? Glückwunsch! Landei ohne ÖVPN und deshalb Fahrer? Kenne ich! Was immer auch deine Gründe sind, auf Alkohol im Wein zu verzichten - sie sind vielseitig. Das Angebot leider (noch) nicht. Der Barmann und um’s Eck traut den entalkoholisierten Weinen oder Alternativen zu Wein noch nicht über den Weg und deshalb sitzt du entweder mit einem Wasser oder einem Cocktailschirmchen beschmückten virgin Zuckerplörre da, deren Süße dir die Schuhe auszieht. Zu alkoholfreien Produkten zu greifen wird uns Konsumenten Stand heute nicht immer einfach gemacht aber das alkoholfreie Bier hat’s vorgemacht und ist mittlerweile auch als akzeptables Kaltgetränk in der Ultra-Fußballfan-und-Rote-Wurst-Sphäre angekommen. Dabei ist es eine Entscheidung für eine ausgeglichenere, bewusste Erfahrung, die gekrönt ist von einem sonntäglichen Vitalitätsgefühl, das einfach unbeschreiblich ist (und mich auch zum Verfassen dieses Artikels motiviert hat).

 

Laut IWSR (2022) wird der No- und low-alcohol Markt jährlich um durchschnittlich +8 % wachsen.

78 % der Konsumenten von No/Low-Produkten trinken auch Alkohol, wechseln also je nach Gemütszustand. Konsumentenforschung zufolge befinden wir uns am Beginn einer Bewegung, die aber gekommen ist, um zu bleiben. Dazu ein paar Daten, die mich als Generation Y Angehörige mit solider Erfahrung in den wildesten Kombinationen (think Malibu Kirsch oder Rotwein-Cola in der Jugend) überrascht haben:

Denn jeder fünfte Gen Zer gibt an, komplett auf Alkohol zu verzichten. Darauf sollten sich Produzenten, Händler, Sternerestaurants und Weinbars vorbereiten. Einige Gastronomen sind bereits Vorreiter. Darunter Barchef Elias Heintz aus dem Berliner Sterne-Restaurant Bonvivant, der eine eigene Karte für Wein-Alternativen einführt und sie „Kein Wein“ nennt. Schauen wir über Deutschland hinaus, treffen wir auf den alkoholfreier Veranstaltungsort Club Soda in Großbritannien, Dan Murphy’s Zero% Bar in London oder die Bar 0.020 in Amsterdam.

München, Stuttgart, Hamburg - zieht mal nach! Wir Konsumenten sehnen uns immer mehr danach, geistiges und körperliches Wohlbefinden zu behalten und dazu gehört ein erweitertes Angebot an Optionen, dass nicht ein entweder oder zwischen Kopfweh und ollem Wasser ist. Viele Weinbarbesitzer, Branchenexperten und Weinliebhaber stehen dem Thema extrem ablehnend gegenüber - das ist zumindest mein Gefühl und das Ergebnis meiner Befragungen.

Aber uns Weintrinker interessiert jetzt erstmal: Wie schmeckt akoholfreier Wein? Warum kostet das Produkt durchschnittlich mehr als sein alkoholhaltiger Kollege? Welche Angebote gibt es derzeit und wie zum Geier kommt der Alkohol aus dem Wein raus? Diese Fragen kläre ich für euch im zweiteiligen Artikel.

Herstellung - wie wird alkoholfreier Wein gemacht? 

Alkoholfreie Weine sind nicht mehr nur ein dem Zufall überlassener Plan C, stattdessen entspringen sie Winzern, deren Präzision und ‘ne Prise Mut und Schöpferkraft belohnt wird. Denn ein entalkoholisierter Wein verzeiht erst recht keine Fehler im Grundwein. Dadurch, dass Alkohol im Wein für den “grip”, die Intensität und das Mundgefühl sorgt, treten Qualitätsmängel noch deutlicher hervor. Die Reise beginnt deshalb bei der Auswahl erstklassiger Trauben, die das richtige Säureniveau und ein ausgeglichenes Süße- und Alkoholverhältnis haben sollten. Zenotheque Gründer Frédéric hilft Winzern bei der Auswahl geeigneter Ausgangsweine und berät sie dabei, die Trauben und das Terroir speziell für den zur Entalkoholisierung vorgesehenen Wein auszuwählen. Seiner Meinung nach kommt der Fortschritt in der Qualität von low / no alcohol Weinen nicht durch neue Technologien sondern durch ein besseres Ausgangsprodukt. Das setzt sich zusammen aus dem “magischen Dreisatz (…): Böden, Rebsorten und Winzer-Know-how.”

Schauen wir uns die Technologie einmal an.

Derzeit sind hauptsächlich 3 Methoden im Einsatz:

Die Umkehrosmose, die Vakuumdestillation und die Schleuderkegeltechnologie (Spinning Cone Column, SCC). Die Vakuumdestillation ist derzeit am häufigsten anzutreffen denn sie hat den erheblichen Vorteil, dass der Alkohol bereits bei einer Temperatur von 27°C verdampft statt bei 80°C (wie bei der Destillation), was dem Entweichen der Aromen entgegenwirkt. Diese bahnbrechende Technik wurde von Winzer Dr. Carl Jung 1907 eingeführt. Er wollte damit Alkoholmissbrauch und den negativen Folgen von Alkohol für seine Kunden entgegenwirken. Was für ein Multitalent, keine Ahnung, wann der gute Mann dafür die Zeit gefunden hat. Durch Weiterentwicklung dieser Technik mit Aromarückgewinnung schafft es, die während des Destillationsvorgangs mit dem Alkohol entwichenen Aromen fast vollständig zu sammeln und in den Wein zurückzuführen. 

Bei der Umkehrosmose wird mithilfe von vielen physikalischen Begriffen und Vorgängen Wein gegen eine Membran gepumpt.  Durch die Magic des osmotischen Drucks diffundieren Moleküle mit geringem Molekulargewicht (in diesem Fall dann Ethanol und H2O) und zurückbleibt ein alkoholfreies Produkt, dem dann entsprechend wieder destilliertes Wasser hinzugefügt werden muss. Damit ihr nicht beim lesen einschlaft, belassen wir es dabei. 

Die Technologie, die die besten Ergebnisse erzielt, aber auch am kostenintensivsten ist, ist die Spinning Cone Methode. Das ist eine Rektifikationskolonne (leute fragt nicht, kann dazu aber diesen Podcast, UK Wine Show mit der Gästin Prof. Monika Christmann von der Hochschule Geisenheim empfehlen :D) mit rotierenden konischen Einsätzen. Im Prinzip entfernt sie damit schonend sog. "flüchtige Verbindungen" aus dem Grundprodukt Wein und man kann die Aromen weitestgehend erhalten. Im ersten Zug werden die Aromen entnommen und im zweiten Durchgang der Alkohol. Anschließend werden die Aromen wieder rückgeführt. Ganz schön viel Physik und Chemie, die da passiert! Dafür liegen die Kosten aber bei mehr als 3x so viel wie z.B. die der Umkehrosmose (US$1 million vs. US$30 000, Quelle)

Was kostet alkoholfreier Wein? 

Der Durchschnittspreis für eine Flasche liegt circa bei 13€. 

Unter den Angeboten ist Weisswein am meisten vertreten, mit circa so viel Marktanteil wie Rosé und Rotwein zusammen. Der Preis für letztere cist irca gleich hoch, für Weißwein durchschnittlich höher. Alkoholfreie Sekte haben im Vergleich höhere Durchschnittspreise (circa 16,50€).*

Jetzt fragt ihr euch vielleicht - warum ist alkoholfreier Wein teurer als herkömmlicher Wein? 

Ganz einfach: er war mal Wein und wurde nachträglich entalkoholisiert. Auf den Anbau und die Arbeit im Keller kommt jetzt noch die zusätzlich Hürde des Entalkoholisierens. Denke aber, da wird es bald auch so starke Fortschritte geben, dass man die Preise entsprechend anpassen kann. 

 

Geschmack - wie schmeckt alkoholfreier Wein?

Zunächst sei gesagt, dass die Weine, die ich probiert habe, oft nach Süßigkeitenland und etwas "flach" geschmeckt haben. Sie zeigen sich einfach mit weniger Grip und Körper, dafür weniger Länge. Die Aromen erinnern an Apfel und Birne. Dadurch, dass Alkohol quasi die Butter auf dem Brot für Wein ist und als Geschmacksträger fungiert, fällt dieser essentielle Part weg (und je mehr Alkohol % ein Produkt hat, desto mehr fehlt eben). Daher arbeiten viele Produzenten mit zusätzlichen Aromen wie z.B. Ingwer oder Minze. Das sorgt für Frische, etwas Spiciness und ein volleres Mundgefühl. Auch Kräuter oder Kombucha-Elemente werden eingesetzt und haben mich persönlich positiv überrascht, z.B. bei HopHout Thee der Firma Bruis (Keine Werbung). Oft sind alkoholfreie Weine süßer, denn irgendwo muss der Geschmack ja herkommen, wenn Fett und Alkohol nicht als Helfer einspringen können. Vorsicht vor entalkoholisierten Produkten mit viel Zucker, da ist dann nämlich der gesunde und bewusste Aspekt schnell dahin, wenn man sich 30g Zucker auf 750ml reinknallt.

Aber: Luca Dahms, Gründer von Senzo ist sich sicher, desto größer und lukrativer der Markt von Entalkoholisierungsanbietern wird, desto schneller wird der Fortschritt sein. Aktuell gibt es nur einige wenige Dienstleister in Deutschland, die hohe Abnahmemengen begrenzen leider die Optionen für kleinere Winzer. Steigt die Nachfrage, steigt auch das Angebot und wir können uns auf bessere Produkte und einen bewussteren Konsum freuen. 

 

Lagerung - wie lange ist alkoholfreier Wein haltbar? 

Da endalkoholisierte Weine ein Lebensmittel sind, müssen diese mit einem MHD versehen werden. Bei meiner Recherche, Befragung von Winzern / Anbietern sowie persönlicher Erfahrung kam heraus, dass die Weine auch nach Ablauf des MHDs unverändert genießbar sind. Die Rede ist von bis zu 5 Jahren aber wie immer gilt: einfach probieren. Ein geöffneter Wein hält sich im Kühlschrank circa 5 Tage. Probiert doch auch mal eine Weinschorle mit Zitronen- oder Orangenscheibe drin - Limo next level!

Zu guter Letzt: 

Meine no / lo Empfehlungen (Reihenfolge nicht ausschlaggebend) Werbung wegen Markenennung

- Sauvignon Blanc von Daniel Mattern Zenotheque.

- Black Label Champagner von Senzo - mit dem Code isabella15 spart ihr 15% 

- Weißburgunder von Bergdolt-Reif & Nett Zenotheque.

- Rouge Pur Bio: Rotwein der Strauch Sektmanufaktur, erhältlich bei Zenotheque.

- it’s not a SIN von on Valckenberg

- die Freispiel Kollektion von Stromberg Zabergäu, besonders den Rosé

 

Viel Spaß beim Probieren!

Ich bin gespannt auf itsnotwine und VINO von Thomas Diehl - I'll keep you posted!

*Quelle: https://www.bio-conferences.org/articles/bioconf/abs/2023/13/bioconf_oiv2023_03014/bioconf_oiv2023_03014.html, aufgerufen am 12.3.2024

16
OKT
2022

Orangewein – die Schlaghose unter den Weinen?

Als ich das erste mal von Orange Wine gehört habe, stand ich in einer Strandbar auf Bali und unterhielt mich mit einem Bekannten aus Südafrika. Erst hielt ich es für einen neuen Trend, der den Rosé als Sommerbrause ablösen könnte. Quasi das Post-Rosé Syndrom: die Weinkenner und solche, die es sein wollen, die dem Mainstream immer einen Schritt voraus sind, springen auf eine neue Kategorie auf. Eine neue Kategorie, die weniger mit Rosé nicht zu tun haben könnte. Denn Orange Wine ist ziemlich genau das Gegenteil von Rosé, wie mir auch mein Bekannter erklärt. Ich bin neugierig geworden, so wie ich es immer werde, wenn etwas abseits des Mainstreams passiert und einen auch etwas aus der bisherigen Komfortzone zieht. Je tiefer ich mich in die Thematik eingelesen (und zugegeben – eingetrunken habe), desto mehr Fangirl wurde aus mir.

Zu den Fakten

Im Gegensatz zur Schlaghose, die immer wieder in and out of fashion geht, wurde Orange Wine schon vor über 8000 Jahren produziert. Heute wird Orange Wine oft im selben Atemzug wie Natural Wine bzw Naturwein genannt. Denn Orange wine wird meist (jedoch nicht immer!) nach den Prinzipien der low intervention und unter Einsatz minimaler chemischer Zusätze hergestellt. Wie ihr euch wahrscheinlich schon dachtet, wird Orange wine nicht aus Orangen hergestellt (Moment, steckt da aber eine Geschäftsidee dahinter?) sondern vielmehr aus weißen Trauben.

Der first mover, der 1997 die Orange wine Herstellung wieder in Mode brachte, war Josko Gravner. Im Gebiet im Nordosten Italiens entlang der slowenischen Grenze, genannt Friuli-Venezia Giulia, hauchte Josko der Jahrtausend langen Tradition wieder frischen Atem ein. Auch jenseits der Grenze, in Slowenien, Kroatien und natürlich dessen Geburtsland Georgien gewinnt die Technik wieder an Popularität.

Was uns als umweltbewusstes Unternehmen und sustainability advocates natürlich auch überzeugt, ist dass bei der Herstellung von Orange Wine nach den Natural Wine Prinzipien erheblich weniger Wasser verbraucht wird, wenig bis keine Emissionen durch Maschinen entstehen und keine Chemikalien in den Boden gelangen.

Amphoren zur Herstellung von Orange Wine

Orange Wines in Georgien werden in diesen großen Gefäßen, auch Amphoren genannt, hergestellt, deren Umfang von 20 l bis 1000 l (!) reichen kann. Sie werden im Boden oder im Weinkeller vergraben, um die Temperatur für die Gärung des Weins konstant zu halten. Durch den tage-, wochen- oder monatelangen Kontakt mit der Haut während der Gärung erhalten diese Weine eine ungewöhnliche Komplexität, volle Aromen und intensive Geschmacksnoten. Der lange Schalenkontakt verleiht den Weinen ihre Bernsteinfarbe.

Hier etwas, dass ihr bei der nächsten Dinner Party unter Wein Connaisseuren nebenbei einwerfen könnt: Die tiefe Farbe des Orangenweins kommt vom Lignin in den Traubenkernen und den Traubenschalen.

Geschmack 

Begeben wir uns nach dem trockenen Geschichtsteil mal in den feuchtfröhlichen Aspekt des Orange Wines. Wir schmecken Aromen von getrockneter Orangenschale, Haselnuss, Pfirsich, Honig und Blüten.

Probiert Orange Weine mit gereiftem Käse, würzigen und herzhaften Currys, japanischer Küche, israelischen Gerichten, Kürbis-Kombinationen oder Jakobsmuscheln im Speck, am besten trinkt ihr den Wein gekühlt.

Ein nicht zu verachtender Fakt für alle Genusstrinker oder Einpersonen Haushalte ist außerdem, dass Orange Wines im Kühlschrank bis zu 10 Tage (je nach Tannin und Gärdauer teilweise sogar mehrere Wochen) aufbewahrt werden können. Du musst also nicht die ganze Flasche an einem Abend genießen, aber wir verstehen es, falls du es doch tust ;)

Orange Wein ist hier, um zu bleiben, das müssen die Schlaghosen-Verfechter neidlos eingestehen.

Ein paar Orange Weine vom Einstieg zum Advanced Orange:

Einstieg: Oliver von Kristinus oder Weiser Mulatschak von Meinklang. Super Orange Einstiegsweine mit wenig Tannin und viel Trinkfluss.

Erfahrene Orange wine Trinker greifen zum Sextant – CLIN D´OEIL 2019 oder zu Matassa – Curve Alexandia

Und die Endstufe ist dann Curve Extreme von Keltis oder Elepard von Korenike & Moskron – letzterer hat 60 Tage Maischestandzeit und über 10 Jahre Holzfass hinter sich. Unglaublich komplexer Stoff.

Cheers!

Hi, ich bin Isabella. Es ist meine Leidenschaft, gemeinsame Momente bei einem Glas Wein zu erleben. Ich bin überzeugt: Jeder Winzer ist einzigartig, jedes Terroir ist besonders und die Weinherstellung selbst ist eine Kunst. Dennoch möchte ich auf die Wichtigkeit von bewusstem Alkoholkonsum aufmerksam machen. Ohne etwas zu verbieten, sondern vielmehr etwas hinzuzufügen: mehr echte Verbindung, Bewusstsein und Freude. 

Ich besitze eine WSET Level 2-Zertifizierung und einen Marketing Management M. Sc. sowie 5 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Marketing, Content Creation, Events und Sales. Als Teil eines E-Commerce-Startups für nachhaltige Weine habe ich Weinveranstaltungen veranstaltet und digitale Marketing- und Vertriebskanäle verwaltet. 

Derzeit lerne ich noch mehr über unser Unterbewusstsein und unsere Psyche, um eine holistische Herangehensweise an meine Mission sicherzustellen.

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